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Nach der von ihm initiierten Gründung des Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG) blieb der VGP auf einem Abstellgleis stecken.
In den 1920er taten sich die Baselbieter Gemeindepräsidenten zum heutigen Verband der Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten (VGP) zusammen. Über Jahrzehnte förderte der Verband den Gedankenaustausch unter den Präsidenten sowie gesellschaftliche Aktivitäten. Ab 1975 liessen gemeindewirksame Veränderungen wie die neue Steuergesetzgebung oder neue Aufgabenteilungen den VGP als einzige Plattform gegenüber dem Kanton immer mehr politische Arbeit verrichten. In den 1990er Jahren sahen sich Vorstand und neu ein Geschäftsführer einer zunehmenden Flut von kantonalen Vernehmlassungen gegenüber, die sie zuhanden der Gemeindepräsidenten bearbeiteten.
Dieses System „one man, one vote“ führte zu Legitimationsproblemen des Verbandes gegenüber den Gemeinderäten, aber auch gegenüber dem Kanton. 1999 forcierte der VGP deshalb den Aufbau eines breiter auch auf Verwaltungsleute und Gemeinderäte abgestützten Verbandes. Im Jahr 2000 nahm sein „Kind“, der Verband Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG), seine Arbeit auf und entwickelte sich vom anfänglich belächelten zum zunehmend respektierten Verhandlungspartner des Kantons. Trotz zweier Anläufe, neuer Strukturen und gutem Willen gelang es dem VGP nicht, dem VBLG wirkungsvoll unter die Arme zu greifen.
Nach fünfjährigem Stillstand beauftragten am 27. Oktober 2011 an die 100 amtierenden und nicht amtierenden Gemeindepräsidentinnen und -präsidenten den Vorstand, die formelle Auflösung in die Wege zu leiten. Am vergangenen 30. Mai war es im Liestaler Hotel Engel so weit. 32 Mitglieder segneten die Rechnung der letzten fünf Jahre ab, vermachten Restvermögen und Akten dem VBLG und lösten den Verband formell korrekt auf. „Eigentlich schade“ lautete der Tenor bei einem letzten Abschiedstrunk.
Ein Trost blieb dem letzten VGP-Präsidenten Rudolf Mohler: „Mit dem heute sehr erfolgreichen VBLG hat der VGP eine schlagkräftige, breit abgestützte und besser legitimierte Gemeindeorganisation auf die Beine gestellt.“ Und VBLG-Präsidentin Myrta Stohler schloss nicht aus, dass ihr Verband künftig auch gelegentliche Zusammenkünfte von Gemeindepräsidentinnen und –präsidenten unterstützen könnte. (bü)
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